| Borreliose - die unterschätzte Gefahr | |
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| Verbreitung In Europa ist die Borreliose überall dort verbreitet, wo es Zecken gibt. Innerhalb Deutschlands gibt es Zecken nicht nur, wie viele meinen, im Süden. Daher kann man sich deutschlandweit mit Borrelien infizieren. Etwa jede 5. Zecke in Deutschland ist mit diesen Bakterien infiziert, die sie beim Saugakt auf den Menschen übertragen. Schätzungen zu Folge erkranken in Deutschland jährlich bis zu 100 000 Menschen neu. Viele Menschen denken fälschlicherweise, sie seien "gegen Zecken geimpft" und damit vor allen Krankheiten, die durch diese Spinnentiere übertragen werden, geschützt. Doch es gibt nur eine Impfung, die vor FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, durch Viren übertragene Erkrankung) schützt. |
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| Symptome Die Lyme-Borreliose ist eine Erkrankung, die sich überwiegend als örtlich begrenzte Hautinfektion (Wanderröte) zeigt. Doch es kann auch zu einer Verbreitung der Bakterien in andere Organe kommen, am häufigsten betroffen sind das Zentralnervensystem, die Gelenke oder der Herzmuskel. |
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| In den meisten Fällen beginnt die Erkrankung einige Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich mit einer sich ringförmig ausbreitenden Hautrötung um die Einstichstelle, die in der Mitte verblassen kann. | |
| Borreliose
kann spontan ausheilen, es kann aber auch zu weiteren Beschwerden
kommen: - Komplikationen im Bereich des Zentralnervensystems, mit starken Schmerzen, Sensibilitätsstörungen und Lähmungen - Herzmuskelentzündungen, die sich u.a. in Herzrhythmusstörungen zeigen - chronische Gelenkbeschwerden - pergamentartige Hautveränderungen |
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| Symptome können schon einige Tage nach einem Zeckenstich auftauchen oder auch erst Wochen später. Daher sollte mehrere Wochen auf die genannten Erkrankungsmerkmale geachtet werden. Grippeähnliche Symptome können ein Hinweis auf andere durch Zecken übertragene Erkrankungen sein. | |
| Therapie Im Anfangsstadium ist die Borreliose gut mit Antibiotika behandelbar. Auch eine fortgeschrittene Borreliose wird mit Antibiotika behandelt, die Behandlung ist dann jedoch schwierig und der Erfolg fraglich. |
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| Risikofaktoren Das Risiko an einer Borreliose zu erkranken steigt mit der Häufigkeit und der Dauer des Aufenthalts in Gebieten, in denen Zecken vorkommen. Zecken sind in Gewässernähe und in der Krautschicht im Wald besonders häufig zu finden. Sie finden sich aber auch in Wiesen, v.a. im höheren Gras. Gärten und Parkanlagen sind ebenfalls ein geeigneter Lebensraum für Zecken. |
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Sie lauern
auf Pflanzen bis in deiner Höhe von ca. 1,50 Metern und lassen sich
nicht auf ihre Opfer fallen, sondern bleiben mit den Klauen ihrer
Vorderbeine an vorbeistreifenden Wirten hängen. Daher kommt es vor
allem dann zu einem Befall, wenn Kontakt zu Pflanzen in Bodennähe
besteht, wie z.B. bei Freizeitaktivitäten wie Wandern, Joggen, Angeln,
Gartenarbeit oder Golfspielen. |
| Setzt
man sich zur Rast oder zu einem Picknick auf den Boden können die
Zecken aktiv auf den Menschen zukrabbeln. Noch nicht festgesogene Zecken können auch beim Streicheln von Hunden oder Katzen auf den Menschen übergehen. |
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| Vorbeugung Das Vermeiden von Zeckenstichen ist der einzige wirksame Schutz vor Borreliose. Bei Aufenthalten im Freien sollten folgende Maßnahmen umgesetzt werden: |
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Auftragen von Zeckenschutzmittel auf die Haut, auch unter der Kleidung,
da Zecken einige Zeit nach einer geeigneten Einstichstelle suchen - Tragen von langer Kleidung und geschlossenen Schuhen, Hosenbeine in die Strümpfe stecken - nach Aufenthalt im Freien Körper nach Zecken absuchen, dabei Kniekehlen, Leisten, Achselhöhlen und Kopf nicht vergessen und auf die winzigen Larven, die häufig übersehen werden, achten - Zeckenhalsband für Hunde verwenden. Es schützt die Tiere auch vor andern von Zecken übertragenen Krankheiten |
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| Entfernung Festgesogene Zecken sollten so schnell wie möglich entfernt werden, weil die Wahrscheinlichkeit der Übertragung von Krankheitserregern mit der Dauer des Saugaktes ansteigt. Bei der Entfernung ist darauf zu achten, dass der Zeckenleib nicht gequetscht wird, da dadurch Erreger aus der Speicheldrüse und dem Darm in die Stichwunde gepresst werden können. |
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| Vergleich Borreliose - FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) | |
| Borreliose | FSME | |
| Überträger (in Europa) | Ixodes ricinus (Holzbock) | |
| Risikogebiete | ganz
Deutschland, fast ganz Europa |
v.a.
Süddeutschland, in Europa u.a. Österreich, Schweiz |
| Häufigkeit erregerbefallener Zecken | durchschnittlich bis 20% | bis 3,5% in Endemiegebieten |
| Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland | bis zu 100 000 (geschätzt) | 422 (gemeldete Fälle 2005) |
| mögliches Krankheitsbild | -
Wanderröte - Gelenkentzündung - neurologische Veränderungen - Lähmungen - Herzentzündung |
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grippeähnliche Symptome - Kopfschmerzen, Fieber - Hirnhautentzündung - Gehirnentzündung - Lähmungen - Todesfälle etwa 1% |
| Behandlung | im Frühstadium gut mit Antibiotika behandelbar, in späteren Stadien ebenfalls Antibiotikatherapie, aber Erfolg fraglich | nur symptomatische Behandlung möglich |
| Schutzmaßnahmen | Vermeidung von Zeckenstichen | FSME-Impfung; Vermeidung von Zeckenstichen |
| Bei
weiteren Fragen rund um Zecken fragen Sie uns - wir beraten Sie gern! Ihr Team der Bären-Apotheke |