| Auslöser | Prophylaxe | Infektion | Behandlung | Achtung! | |
|
Jetzt im
Sommer, wenn offene Schuhe den Blick auf unsere "Stiefkinder" freigeben, |
|||||
| Wussten Sie schon? | |||||
| Neben den Erkältungskrankheiten ist Fußpilz heute eine der
häufigsten Infektionserkrankungen in den Industrienationen. Neueste Untersuchungen haben erstaunliche Ergebnisse geliefert: im Durchschnitt ist jeder dritte Deutsche von Fußpilz betroffen, bei Risikogruppen, z.B. Läufer oder Schwimmer, liegt die Erkrankungsrate sogar noch deutlich höher! |
|
||||
| Was ist Fußpilz? | |||||
|
|
Auslöser der Erkrankung sind in den meisten Fällen
mikroskopisch kleine Fadenpilze, so genannte Dermatophyten. Sie siedeln sich
bevorzugt in warmen, feuchten Hautregionen wie den Zehenzwischenräumen an. Oft ist die Haut dort leicht aufgequollen und rissig, sodass der Fußpilz leicht eindringen kann. Die Übertragung der Erreger erfolgt durch Kontakt mit Hautschüppchen, an denen die Pilzpartikel haften und die von der menschlichen Haut ständig abgeschilfert werden. Sie sind besonders häufig auf dem Boden von Schwimmbädern, Saunen, Sporthallen, Gemeinschaftsduschen oder Hotelzimmern zu finden - immer dort wo viele Menschen barfuß laufen. Aber auch im eigenen Haushalt kann der Fußpilz lauern, wenn z.B. ein Familienmitglied betroffen ist. Da Pilzerreger häufig vorkommen, kann man ihnen nur schwer aus dem Wege gehen. Allerdings führt nicht jeder Kontakt zur Erkrankung, denn nicht alle Menschen sind in gleichem Maße anfällig für eine Pilzinfektion. Männer und ältere Menschen haben ein höheres Risiko zu erkranken und ganz besonders gefährdet sind Diabetiker und Menschen mit Durchblutungsstörungen im Bereich der Beine und Füße. Ein gesunder und gepflegter Fuß bietet wenig Angriffsfläche für die Erreger und wird daher nicht so leicht infiziert. |
||||
| Wie kann man vorbeugen? | |||||
| Sie können schon mit einfachen Maßnahmen eine Fußpilz-Infektion verhindern: | |||||
|
|
1.
Waschen Sie Ihre Füße täglich. Verwenden Sie hautschonende, pH-neutrale
Waschlotionen um den natürlichen Schutzmantel der Haut nicht anzugreifen.
Trocknen Sie Ihre Füße besonders zwischen den Zehen immer gut ab. Wenn es
Ihnen schwer fällt, an ihre Füße heranzureichen, verwenden Sie einen Föhn. Wechseln Sie die Strümpfe jeden Tag. |
||||
| 2. Verwenden Sie täglich neue Handtücher, am besten ein separates für die Füße, und teilen Sie diese nicht mit anderen Personen. | |||||
| 3. Tragen Sie nicht jeden Tag dieselben Schuhe. Lassen Sie diese immer gut austrocknen. Lassen Sie Sportschuhe nie in der Sporttasche! | |||||
| 4. Tragen Sie bequeme, gut belüftete Schuhe und Strümpfe aus Naturmaterialien, am besten Baumwolle. Die vom Schweiß aufgeweichte Haut bietet Bakterien und Fußpilzerregern ein ideales Milieu. |
|
||||
| 5.
Gönnen Sie Ihren Füßen so häufig wie möglich frische Luft. Halten Sie sie
mit Barfußlaufen auf natürlichem Boden und Gymnastik in Form. Pflegen Sie sie mit einer speziellen Fußcreme, damit die Haut nicht spröde wird. |
|||||
| 6. Tragen Sie in Schwimmbädern, Sporteinrichtungen und Saunen immer entsprechende Schuhe. Laufen Sie in Hotelzimmern und Umkleidekabinen nie barfuß. |
|
||||
|
|
7.
Vermeiden Sie zu lange und zu heiße (Fuß-)Bäder. Sie weichen die Haut nur unnötig auf und machen sie dadurch anfällig. |
||||
| 8. Beugen Sie bei hohem Risiko, z.B. als Sportler, mit einem Anti-Pilz-Spray vor. Behandeln Sie auch Ihre Schuhe vorbeugend. | |||||
| 9. Überprüfen Sie Ihre Füße regelmäßig auf Veränderungen und Verletzungen, besonders in den Zehenzwischenräumen. Druckstellen, Hornhaut, Wunden und eingerissene Nägel sind ideale Eintrittspforten für Krankheitserreger. | |||||
| 10. Ist ein Familienmitglied betroffen, laufen Sie auch zu Hause nie barfuß. Waschen Sie Ihre Wäsche bei 90°C oder verwenden Sie einen speziellen Hygiene-Wäsche-Spüler. | |||||
| Wie erkennt man eine Infektion? | |||||
|
|
Sollten Sie sich trotz aller Vorsicht doch angesteckt haben, ist das mit dem
bloßen Auge zunächst kaum oder gar nicht zu erkennen. Ein Jucken zwischen
den Zehen ist häufig der erste Hinweis auf eine Infektion. Eine
Fußpilzerkrankung beginnt fast immer zwischen den Zehen, meist zwischen dem
vierten und fünften. Bei weiter fortgeschrittener Erkrankung brennt, schuppt und schmerzt die Haut. Auch die Fußränder, Die Fußsohlen und die Ferse können betroffen sein. Jucken und Schmerzen können auch fehlen. In der Regel zeigt die Haut aber Rötungen, Schuppen und manchmal sogar kleine Bläschen. In schweren Fällen sind große Hautareale betroffen und es können sich dicke Schrunden bilden, an denen die Haut reinreißt. |
||||
| Was kann man selbst gegen Fußpilz tun? | |||||
|
Wichtig ist eine frühzeitige Behandlung, damit sich der Pilz nicht weiter
ausbreitet und andere Hautbereiche oder die Nägel befällt. Eine Fußpilz-Infektion heilt nicht von allein aus, doch kann man sie bei konsequenter Behandlung in wenigen Wochen loswerden. |
|
||||
|
Dazu ist ein Antipilz-Medikament (der Fachausdruck lautet "Antimykotikum")
für die äußere Anwendung erforderlich, das sie in der Apotheke ohne Rezept
erhalten. Ob für Sie ein Spray, eine Creme oder ein Gel am besten geeignet ist, entscheiden wir zusammen beim Beratungsgespräch. Der Wirkstoff dringt in die Hautschicht ein, wird von den Pilzen aufgenommen und tötet ihn ab. Wichtig ist vor allem, dass Sie genau den Anweisungen folgen und das Medikament ausreichend lange anwenden, d.h. länger als die Beschwerden andauern, damit wirklich alle Krankheitserreger abgetötet werden. Inzwischen gibt es die innovative Möglichkeit der Einmalbehandlung, aber auch da ist die genaue Einhaltung der Anwendungsvorschriften wichtig. Unterstützen Sie Ihre Therapie mit den oben genannten Maßnahmen zur Vorbeugung, denn man kann sich sonst immer wieder neu anstecken oder selbst den Pilz auf andere Personen übertragen. |
|||||
| Tritt nach der Behandlung keine Besserung ein, ist der Gang zum Arzt erforderlich. | |||||
Chronisch fußpilzkrank ...?! |
|||||
|
|
Viele Betroffene glauben, sie seien chronisch an Fußpilz erkrankt. Ständig
juckt es zwischen den Zehen. Doch Achtung, hierbei handelt es sich selten um
eine dauerhafte Infektion, sondern meist um mangelhafte Therapietreue! Denn viele brechen die Behandlung ab, sobald die typischen und lästigen Symptome wie Jucken und Brennen nachlassen. Zu diesem Zeitpunkt können sich aber noch Erreger in den Hautschichten befinden, die nach einer gewissen "Erholungszeit" ein erneutes Aufflackern der Infektion auslösen können. Außerdem ist es möglich, dass man sich durch eigene infizierte Gegenstände wie Teppich oder Schuhe immer wieder selbst ansteckt. Fußpilzerreger sind sehr langlebig: einen Sommer in Winterschuhen überstehen sie mühelos. Also beim Saisonwechsel Schuhe desinfizieren nicht vergessen! |
||||
|
Zögern Sie nicht, Veränderungen an Ihren Füßen sofort zu behandeln! Wir stehen Ihnen kompetent und diskret bei allen Fragen rund um Ihre Füße zur Seite. Fragen Sie uns - wir beraten sie gerne! |
|||||
Ihr Team der![]() |
|||||