| Was sind Schmerzen? | Wie entstehen Schmerzen? | Welche Arten von Schmerz gibt es? | Kopfschmerzen | Schmerzbehandlung mit Arzneimitteln |
| Schmerzen des Bewegungsapparates | ||||
| Schmerzen sind
äußerst unangenehm, aber für unseren
Organismus von lebenswichtiger Bedeutung. Sie sind Bestandteil des körpereigenen Schutzsystems und stellen ein Warnsignal dar. Sie machen uns darauf aufmerksam, dass eine Schädigung vorliegt, bzw. schützen uns vor weiteren negativen Einflüssen. So bewirken zum Beispiel die auf Temperatur empfindlich reagierende Empfänger (Rezeptoren) der Haut, dass wir bei eisiger Kälte oder glühender Hitze die betreffende Körperstelle aus dem Gefahrenbereich bringen. Schmerzen werden individuell unterschiedlich stark empfunden. Sie hängen unter anderem von der seelischen und körperlichen Verfassung und von der Persönlichkeitsstruktur des jeweiligen Menschen ab. |
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| Schmerzen
entstehen, wenn durch verschiedene Reize, wie
zum Beispiel Schnittverletzungen, Prellungen, Wärme oder Kälte, ein
bestimmter Schwellenwert überschritten wird. Dabei kommt es zu
Störungen im Gewebestoffwechsel oder zur Schädigung des Gewebes,
wodurch bestimmte Stoffe freigesetzt werden: die sogenannten
Schmerzstoffe. Das sind körpereigene Substanzen, die aus geschädigten
Zellen abgesondert werden. Einige wirken schmerzerzeugend, andere machen
die Schmerzrezeptoren empfindlicher. Diese "Fühler" befinden
sich auf der gesamten äußeren Haut, auf großen Teilen der Schleimhaut
und in zahlreichen Geweben und Organen im Körperinneren. Sie nehmen die Reize auf und leiten sie über Nervenbahnen in bestimmte Bereiche im Großhirn, wo sie verarbeitet werden. So nehmen wir bewusst wahr, an welcher Körperstelle sich die Schädigung befindet und wie stark der Schmerz ist. Unser Körper verfügt auch über ein schmerzhemmendes System. Dieses unterbricht oder erschwert die Weiterleitung der Schmerzimpulse, wodurch die Schmerzempfindung herabgesetzt oder ausgeschaltet wird. Die schmerzhemmenden Substanzen heißen Endorphine und werden vom Körper kurzzeitig und vor allem bei Gefahr oder in Notsituationen, aber auch bei extremer sportlicher Betätigung, ausgeschüttet. |
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| Prinzipiell
unterscheidet man zwischen akuten und
chronischen Schmerzen. Der akute Schmerz ist ein eindeutiges Warnsignal unseres Körpers. Er tritt direkt nach einer Verletzung, Entzündung oder einem anderen Krankheitsprozess auf, ist zeitlich begrenzt und in der Regel gut lokalisierbar. Nach Beseitigung des Auslösers klingt er schnell ab. Wenn die Beschwerden länger als ein halbes Jahr andauern, spricht man von chronischem Schmerz. Er ist gekennzeichnet als ständig wiederkehrender Schmerz, z.B. Migräne, oder als Dauerschmerz, z.B. Tumorschmerzen. Dieser Schmerz hat keine Warnfunktion mehr, sondern hat sich zu einem eigenen Krankheitsbild entwickelt. |
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| Kopfschmerzen - jeder kennt sie! | ||||
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| Man unterscheidet zwischen "primären" und
"sekundären" Kopfschmerzen. Die "primären"
Kopfschmerzen treten eigenständig auf, z.B. Spannungskopfschmerz,
Migräne und Clusterkopfschmerz. "Sekundäre" Kopfschmerzen sind eine Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung, wie z.B. der Augen, der Stirn- und Nebenhöhlen, der Zähne, der Wirbelsäule oder auch bei Bluthochdruck, Menstruationsbeschwerden oder grippalen Infekten. Bei wetterfühligen Menschen können Kopfschmerzen durch Klimaveränderungen verursacht werden. Sie können aber auch eine Folge sein von zuviel Tabak-, Kaffee- oder Alkoholkonsum, schlechter Luft, zu wenig Schlaf, Stress oder Ärger. |
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| Kopfschmerzen, deren Ursache bekannt ist, und die nur
kurzzeitig auftreten, können selbst behandelt werden. Geeignet sind
hierfür Schmerzmittel, die beispielsweise die Wirkstoffe Ibuprofen,
Acetylsalicylsäure (ASS) oder Paracetamol enthalten. Auch frische Luft, Ruhe, leichte Massage oder kalte Kompressen auf Stirn, Schläfe und Nacken können häufig Linderung verschaffen. Wohltuend wirkt auch auf die Schläfen aufgetragenes Pfefferminzöl. Kopfschmerzen, die zum ersten Mal auftreten oder länger als zwei bis drei Tage anhalten, sollten auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden. |
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| Spannungskopfschmerzen treten beidseitig auf, beginnen
häufig am Hinterkopf- oder im Stirnbereich und breiten sich von dort
über den ganzen Kopf aus. Sie können mehrere Tage lang andauern, wobei
der Beginn der Schmerzen meist nicht genau angegeben werden kann. Sie sind dumpf drückend und werden wie ein "zu enger Hut" empfunden und klingen in der Regel langsam wieder ab. Ursachen sind häufig Fehlhaltungen beim Sitzen, Liegen oder Stehen. In diesem Fall ist es am wichtigsten, die Haltung zu korrigieren. Einen günstigen Einfluss haben gezielte gymnastische Übungen. Auch Wärme- oder Kälteanwendungen können hilfreich sein. Medikamente sollten nur kurzfristig zum Einsatz kommen. |
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| Die
Migräne tritt überwiegend schon im Kindes- oder
frühen Erwachsenenalter auf. Der Patient kennt in der Regel den genauen
Beginn des Schmerzanfalls. Eine Attacke dauert ca. 6 bis 24 Stunden,
sehr selten länger. Die Schmerzen sind meist einseitig (die Seite kann
wechseln), pochend oder pulsierend. Häufig werden sie von Übelkeit und
/ oder Brechreiz begleitet. Auch Lärm- und Lichtempfindlichkeit, Seh-
und Sprachstörungen, sowie Kribbeln in Armen und Beinen können
hinzukommen. Dann spricht man von "Migräne mit Aura". Ein Migräneanfall kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden, die möglichst gemieden werden sollten. Dazu gehören Wetterwechsel, hormonelle Veränderungen, Licht, Lärm, bestimmte Nahrungsmittel, wie z.B. Alkohol, Schokolade, koffeinhaltige Getränke, verschiedene Käsesorten oder Zitrusfrüchte. Die medikamentöse Behandlung wird unterstützt durch z.B. Ruhe und Schlaf in einem abgedunkeltem Raum oder kalte Kompressen auf Stirn und Nacken. |
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| Der
Clusterkopfschmerz tritt überwiegend bei Männern im
dritten Lebensjahrzehnt auf. Die unerträglichen, bohrenden Schmerzen
sind einseitig und fast immer auf der gleichen Gesichtshälfte. Die
Augen tränen und die Nase läuft. Da die Ursachen nicht bekannt sind,
können keine vorbeugenden Maßnahmen empfohlen werden. Die Behandlung
gehört unbedingt in die Hand des Arztes. |
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Schmerzen des Bewegungsapparates |
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Bewegung ist ein kompliziertes Zusammenspiel von Muskeln, Bändern, Sehnen und Gelenken. Bei Fehl- und Überlastung sowie bei Verletzungen können Schmerzen die Folge sein. | |||
| Die
Ursachen von Rückenschmerzen können äußerst
vielfältig sein. Es kann eine akute oder chronische Entzündung im
Bereich der Wirbelsäule vorliegen oder Abnutzungserscheinungen an den
Wirbelgelenken können die Beschwerden hervorrufen. Häufig führen Fehlhaltungen, wie zu langes Sitzen oder Stehen sowie Überbeanspruchung zu akuten Rückenschmerzen. Hierbei wird oft die Wirbelsäule und die Rückenmuskulatur zu wenig oder falsch (abrupt) bewegt. Dies kann zu Beschwerden in Form von Nacken- oder Schulterschmerzen, Kreuzschmerzen, Hexenschuss bzw. Ischias führen. Den durch die Muskelverspannung hervorgerufenen Schmerz versucht man oft unbewusst mit einer Schonhaltung vorzubeugen. Dadurch können weitere Verspannungen hervorgerufen werden, so dass ein Teufelskreis beginnt. Beim Bandscheibenvorfall reißt die äußere Hülle der Bandscheibe und der gallertartige Kern quillt hervor und drückt auf die benachbarte Nervenwurzel. Die Folge sind sehr starke Schmerzen, die oft in das Gesäß oder Bein ausstrahlen. Taubheit und Gefühlsstörungen in dem Gebiet, das vom betreffenden Nerv versorgt wird, sind ebenfalls typisch. Ein sofortiger Arztbesuch ist in diesen Fällen unerlässlich. Sehr wichtig sind vorbeugende Maßnahmen in Form von Verhaltenstraining zum richtigen Sitzen, Heben, Schlafen, aufrechte Haltung usw. und regelmäßige Rückengymnastik oder Schwimmen zur Kräftigung der Muskulatur. Bei akuten Beschwerden genügen häufig Wärme und Bettruhe. Wenn die Rückenschmerzen nach einigen Tagen nicht besser werden, sollte der Arzt die Ursache abklären. |
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| Rheumatische
Beschwerden gelten als Volkskrankheit Nummer 1. Betroffen sind
Gelenke, Wirbel, Knorpel, Knochen, Muskeln, Sehnen, Bänder und
Bindegewebe. Es gibt verschiedene Arten von rheumatischen Beschwerden: - entzündlicher Rheumatismus (Arthritis) - verschleißbedingter Rheumatismus (Arthrose) - Weichteil-Rheumatismus |
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| Arthritis
kann chronisch oder akut verlaufen und tritt vorrangig an kleinen
Gelenken auf. Es kommt zunächst an der Gelenkinnenhaut zu einer Entzündung, die zu einer schmerzhaften Schwellung des Gelenks führt. Typisch ist die Morgensteife. Später greift die Entzündung auf Knorpel und Knochen über, Sehnen und Bänder können ebenfalls betroffen werden. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zur Zerstörung der Gelenkenden, die Funktion ist zunehmend eingeschränkt und schließlich kann es sogar zur Versteifung der Gelenke kommen. |
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| Die
Arthrose ist eine durch Verschleiß des Knorpels oder
längerfristige übermäßige Belastung hervorgerufene Erkrankung.
Betroffen sind überwiegend tragende Gelenke wie Hüft- oder
Kniegelenke. Aufgrund des Verlustes an Knorpelmasse reiben die Knochen
bei Bewegung aneinander, wodurch starke Schmerzen ausgelöst werden.
Typisch sind sog. Anlaufbeschwerden und Schmerzen wenn das Gelenk
belastet wird. |
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| Als
Weichteil-Rheumatismus bezeichnet man schmerzhafte,
entzündliche oder nicht entzündliche Erkrankungen, deren Ausgangspunkt
nicht Knochen oder Gelenke sind, sondern Muskeln, Bänder, Sehnen oder
Sehnenscheiden. typisch ist ein akuter oder chronischer Schmerz, der
sich oft bei Kälte oder Feuchtigkeit verschlimmert. Bei Beschwerden, die mehrere Tage anhalten, sollte ärztlicher Rat gesucht werden. |
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Schmerzbehandlung |
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| Bei Bewegungsschmerzen ist eine gezielte Schmerztherapie von großer Bedeutung, da hierdurch der Teufelskreis aus Fehlhaltung, schmerzhafter Verspannung und daraus resultierenden weiteren Fehlhaltungen durchbrochen werden kann. Oft ist dadurch erst eine gezielte Krankengymnastik möglich. | ||||
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| Wichtig ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit Schmerzmitteln. Sie sollten nicht in höheren Dosen und über einen längeren Zeitraum als in der Gebrauchsinformation angegeben, eingesetzt werden. Sollte dies erforderlich sein, so halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt. Beachten Sie bitte auch die im Beipackzettel aufgeführten Gegenanzeigen, sowie Neben- und Wechselwirkungen. | ||||
| Ganz allgemein gilt, dass bei Schmerzen, deren Ursache unklar ist und die immer wiederkehren ein Arzt konsultiert werden sollte. | ||||
Auch Zahnschmerzen bedürfen unter Umständen bis zum Zahnarztbesuch einer Linderung, sie ersetzen ihn aber auf keinen Fall! Geeignet sind hierzu Arzneimittel mit den Wirkstoffen Ibuprofen oder Paracetamol. |
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| Bei der Auswahl des optimalen Arzneimittels beraten wir Sie gerne! | ||||
| Weitere interessante Informationen finden Sie unter: | ||||
| www.forum-schmerz.de www.schmerzinfo.de |
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