Sonnenstich

Unfallbericht:
Am Strand ist Ihnen plötzlich übel, schwindlig, Ihr Kopf ist hochrot und schmerzt.

Erste Hilfe:
Sofort raus aus der Sonne! Sie reizt die Hirnhäute, wenn sie ungehindert über Stunden direkt auf den Kopf strahlt. Falls möglich sollten Sie sich in einem kühlen Zimmer flach hinlegen. Kühlen Sie den Kopf mit feuchtkalten Tüchern.
Ganz wichtig ist, dass Sie viel trinken!

Weiterbehandlung:
Bessern sich die Symptome nicht innerhalb weniger Stunden, sollten Sie unbedingt zu einem Arzt gehen. Mit (kleinen) Kindern sollten Sie sofort einen Arzt konsultieren.

Vorbeugende Maßnahmen:
Den Kopf nie lange der direkten Sonne aussetzen, sondern leichte, luftdurchlässige Hüte tragen und am Strand unter einem Schirm sonnenbaden.
Und immer ausreichend trinken!
Bienenstich

Unfallbericht:
Sie gehen über eine Wiese und werden plötzlich von einer Biene gestochen.

Erste Hilfe:
Nach einem Bienenstich kann ein sofortiges Auflegen von Eiskompressen die Schmerzen lindern und die Schwellung vermindern. Der Bienenstachel sollte auf jeden Fall ohne Druck vorsichtig entfernt werden. Hausmittel haben sich bewährt: Reiben sie den Stich mit Spucke, Zwiebel oder hochprozentigem Alkohol ein, auch Apfel-, Gurken- oder Kartoffelscheiben, die auf den Stich gelegt werden, helfen.
Wenn Sie eine Überempfindlichkeit gegen Insektengifte haben (betrifft ca. zwei Prozent der Deutschen), dann sollten Sie entsprechende Notfallmedikamente und einen Notausweis immer dabei haben. Benutzen Sie sofort Ihre Notfallmedikamente oder rufen Sie einen Notarzt. Bei einem Stich in den Mund oder Rachen sollten nicht nur Allergiker sofort einen Arzt rufen! Gurgeln Sie sofort mit eiskalter Flüssigkeit oder lutschen Sie Eis.
Auch wenn Sie bisher nichts von einer Überempfindlichkeit wussten, sollten Sie nach einem Stich, wenn Sie das Gefühl haben, zunehmend schlechter Luft zu bekommen, wenn Sie Kreislaufbeschwerden bekommen oder der Stich sehr stark anschwillt, gleich einen Arzt verständigen. Wenn jemand in Ihrer Umgebung nach einem Stich plötzlich Probleme bekommt, unterstützen Sie ihn beim Einnehmen der Medikamente und rufen Sie den Notarzt.

Vorbeugende Maßnahmen:
Bienen stechen nur wenn sie sich bedroht fühlen! Deshalb schlagen Sie nicht nach ihnen. Seien Sie besonders vorsichtig bei süßen Speisen und Getränken. Am besten decken Sie alle Gläser ab und sehen Sie genau hin bevor Sie trinken.
Sonnenbrand

Unfallbericht:
Sie sind auf der Gartenliege oder am Strand eingeschlafen, wachen auf und Ihr Rücken ist knallrot und brennt.

Erste Hilfe:
Raus aus der Sonne und die verbrannten Stellen kühlen. Am besten mit feuchten Umschlägen oder speziellen Präparaten aus der Apotheke. Außerdem sollten Sie viel Wasser trinken.
Verwenden Sie keine Hausmittel wie Packungen mit Speisequark oder Joghurt, denn dabei könnte es zu Infektionen kommen.

Weiterbehandlung:
Wenn die Haut Blasen gebildet hat, sollten Sie sofort zum Arzt gehen.

Vorbeugende Maßnahmen:
Zwischen 12 und 15 Uhr ist die pralle Sonne tabu. Aber auch sonst gilt: lieber im Schatten dösen. Verwenden Sie Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor und schützen Sie besonders die "Sonnenterrasse" Nase und die empfindlichen Lippen. Kinder sollten im Freien zusätzlich immer einen Sonnenhut und ein leichtes T-Shirt tragen. Säuglinge bis zu einem Jahr sollten nie der Sonne ausgesetzt werden!

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Schnitte durch Glas, Muscheln, Steine

Unfallbericht:
Sie treten im Freibad, am See oder am Meer in eine Glasscherbe, eine scharfkantige Muschel oder auf einen spitzen Stein.

Erste Hilfe:
Wenn sich noch ein Stück Glas oder Muschel in der Wunde befindet und nicht zu tief sitzt, können Sie es selbst entfernen, die Wunde mit Desinfektionsmittel reinigen (gibt es auch in kleinen praktischen Sprühflaschen in der Apotheke) und mit einem Pflaster oder einer Kompresse abdecken. Bei tief sitzenden Fremdkörpern oder wenn die Wunde sehr stark blutet: ab zum Arzt!
Das selbe gilt natürlich auch für alle anderen oberflächlichen Schnitt- und Schürfwunden.

Weiterbehandlung:
Sie sollten abklären, ob beim Betroffenen ein ausreichender Tetanus-Schutz (Wundstarrkrampf, klicken Sie auch HIER) besteht. Ansonsten muss die Impfung aufgefrischt werden, da die überall vorhandenen Tetanus-Erreger schwere Nervenschädigungen verursachen können.

Vorbeugende Maßnahmen:
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Scherben oder andere spitze Dinge herumliegen, lieber Sandalen oder Badeschuhe anziehen.
Zeckenbiss

Unfallbericht:
Nach einem Waldspaziergang entdecken Sie in Ihrer Kniekehle eine Zecke.

Erste Hilfe:
Da Zecken Krankheitserreger übertragen, die die Hirnhautentzündung FSME oder die gelenk- und herzmuskelschädigende Borreliose auslösen können, müssen sie so schnell wie möglich entfernt werden! Das geht am besten mit einer speziellen Zange (gibt es auch in Ihrer Apotheke) oder einer feinen Pinzette, mit der die Zecke am Kopf gefasst und herausgezogen werden kann.

Weiterbehandlung:
Nach dem Entfernen beobachten Sie täglich die Einstichstelle. Taucht dort eine Rötung auf, die sich kreisförmig ausbreitet, weist das auf eine Borreliose hin. Dann sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen!
Am besten notieren Sie sich das Datum, an dem der Biss erfolgte, damit Sie es Ihrem Arzt jederzeit genau mitteilen können, denn manchmal dauert es sehr lange bis Symptome auftreten, die mit dem Zeckenbiss in Verbindung stehen.

Vorbeugende Maßnahmen:
Beim Aufenthalt in der Natur, besonders im Wald, auf Feldern und Wiesen, sollte man langärmlige Kleidung tragen, die langen Hosenbeine in die geschlossenen Schuhe stecken und die Haut mit einem Insektenabwehrmittel aus der Apotheke schützen.
Nach Rückkehr sollten Sie sich und andere Personen gründlich nach den unliebsamen Saugern absuchen. Außerdem kann man sich gegen FSME impfen lassen.

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(Quelle: AOK Sachsen)